- Forschung
Kolja Buchmeier: NS-Zwangslager und die brandenburgische Zivilbevölkerung
Alltägliche Interaktionen in der deutschen Kriegsgesellschaft 1939-1944
In seinem Dissertationsprojekt untersucht Kolja Buchmeier die alltägliche Interaktionen zwischen Lagerhäftlingen und der lokalen Bevölkerung in Brandenburg. Dabei werden sowohl KZ-Außenlager als auch Kriegsgefangenen- und Zwangsarbeitslager in den Blick genommen. Ziel ist es, eine Gesellschaftsgeschichte des Lagersystems in Brandenburg zu schreiben. Besonderes Interesse gilt dabei dem Einfluss des 2. Weltkriegs und der deutschen Besatzung auf das nationalsozialistische Lagersystem sowie den sich wandelnden Beziehungen zwischen den Lagern und ihren benachbarten Gemeinden im Verlauf des Krieges. Für seinen mikrogeschichtlichen Ansatz nutzt Kolja Buchmeier Egodokumente wie Erinnerungsberichte und Oral History Interviews, aber auch Akten aus der Lagerverwaltungen sowie Materialien aus frühen Nachkriegsprozessen. Schwerpunktorte der Untersuchung sind unter anderem Falkensee, Oranienburg, Fürstenberg und Luckenwalde.

Foto: United States Holocaust Memorial Museum/Lutz Haase