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18. März 2026, 18:15

Antisemitismus und Gedenkstätten

Podiumsdiskussion

Die Geschichte antisemitischer Vorfälle an NS-Gedenkstätten ist lang. Erinnerungsorte für die Opfer der Schoa sind mit vielfältigen Anfeindungen konfrontiert. Diese zielen darauf ab, die präzedenzlosen Verbrechen in Zweifel zu ziehen, das Gedenken an die Ermordeten zu stören und den gesellschaftlichen Auftrag dieser historischen Orte in Frage zu stellen. Seit den Massakern vom 7. Oktober 2023 durch die Hamas und andere Terrororganisationen in Israel ist die Zahl der Vorfälle in Deutschland drastisch gestiegen – darunter auch an NS-Gedenkstätten.

Der Bundesverband RIAS gibt deshalb eine Publikation zu antisemitismuskritischen Zugängen für NS-Gedenkstätten heraus. Die Veröffentlichung „...dass wir Verantwortung übernehmen, liegt in der Logik des Ortes“ wird im Rahmen der Veranstaltung erstmals vorgestellt.

Im Anschluss an die Vorstellung der Publikation wollen wir Expert_innen aus der Gedenkstättenarbeit diskutieren: Wo liegen Möglichkeiten, aber auch Grenzen historisch-politischer Bildung von Museums- und Gedenkstättenmitarbeiter_innen in der Aufklärung und dem Kampf gegen Antisemitismus? Welche antisemitischen Vorfälle gibt es an Erinnerungsorten? Wo erkennen wir Kontinuitäten, wo Brüche? Und wie lassen sich antisemitismuskritische Zugänge an historischen Orten implementieren?

Über antisemitismuskritische Zugänge an NS-Gedenkstätten diskutieren: Deborah Hartmann, Leiterin der Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz, Lara-Maria Myller, wissenschaftliche Mitarbeiterin Netzwerk Zeitgeschichte/Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, Mihail Groys, Referent für Erinnerungspolitik und Gedenkstättenarbeit beim Zentralrat der Juden in Deutschland sowie Dr. Tanja Kinzel, leitende Bildungsreferentin des Bundesverbands RIAS. Moderiert wird die Veranstaltung von Dinah Riese, Ressortleiterin Inland bei der taz. Benjamin Steinitz, Geschäftsführer des Bundesverbands RIAS, eröffnet die Veranstaltung. Ein Grußwort spricht Andreas Büttner, Antisemitismusbeauftragter des Landes Brandenburg.

Der Eintritt ist frei. Wir bitten um vorherige Anmeldung bis zum 16. März 2026 unter netzwerk-zeitgeschichte@stiftung-bg.de. Aktuelle Informationen zur Veranstaltung finden Sie unter: www.sachsenhausen-sbg.de/veranstaltungen sowie netzwerk-zeitgeschichte.de.

Herzlich eingeladen sind alle Interessierten, insbesondere Mitarbeiter_innen von NS-Gedenkstätten in allen Arbeitsbereichen. Wir freuen uns auf Ihr und Euer Kommen.

Die Veranstaltung ist eine Zusammenarbeit zwischen dem Bundesverband der Recherche- und Informationsstellen Antisemitismus e. V. (RIAS), Partner im Kooperationsverbund gegen Antisemitismus, und dem Netzwerk Zeitgeschichte, in Kooperation mit dem Beauftragten zur Bekämpfung des Antisemitismus im Land Brandenburg.

Die Stiftung behält sich vor von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen. Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen oder islamistischen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.

30. März 2026, 18:00

Montagsdebatte „Demokratiegefährdung in Ost- und Westdeutschland. Eine nach wie vor geteilte Geschichte?“

Podiumsdiskussion

Immer wieder stellt sich die Frage nach dem Auseinanderdriften West- und Ostdeutschlands. Rechte Proteste und AfD-Erfolge, Verständnis für Putin und der Aufstieg des Bündnisses Sahra Wagenknecht in Ostdeutschland werfen die Frage auf, ob „der Osten“ langfristig „anders bleibt“ oder sich hier eher gesamtdeutsche Trends abzeichnen. Welche Rolle spielen dabei die bisherige Geschichtspolitik und historische Prägungen in Ost und West?

Nach einem Impuls von Marko Martin diskutieren wir mit Julia Reuschenbach die Bedeutung der Sozialisation in der DDR und der Bundesrepublik Deutschland sowie Erfahrungen mit der gesellschaftlichen und politischen Transformationen nach 1990. Was bedeuten die aktuellen Entwicklungen mit ihrer Zersplitterung des Parteiensystems für perspektivische demokratische Weichenstellungen? Ist die Geschichtspolitik und der Umgang mit den Diktaturerfahrungen noch zeitgemäß?

Impuls: Marko Martin, Schriftsteller

Gast: Julia Reuschenbach, FU Berlin

Moderation: Irmgard Zündorf, ZZF/FU Berlin

Montagsdebatte am 30. März 2026: Demokratiegefährdung in Ost- und Westdeutschland. Eine nach wie vor geteilte Geschichte?

10. September 2026, 10:00

COME TOGETHER II. Geschichtsvermittlung interdisziplinär. Partizipation – Chancen, Herausforderungen und Grenzen einer demokratischen Vermittlungspraxis

Bildungsseminar

Die interdisziplinäre Tagung thematisiert Ziele, Inhalte, Methoden und Formen der partizipativen Geschichtsvermittlung. Teilnehmende sind Vertreter*innen der Geschichtsdidaktik und Public History, der Museumspädagogik / Bildung und Vermittlung im Museum, der Gedenkstättendidaktik sowie der Archivpädagogik.

Die Tagung wird vom Netzwerk Zeitgeschichte (SBG, HU Berlin, ZZF), der Brandenburgischen Gesellschaft für Kultur und Geschichte, dem Institut für angewandte Geschichte – Gesellschaft und Wissenschaft im Dialog e.V.. sowie dem Viadrina Center of Polish and Ukrainian Studies (VCPU) organisiert.

Vorbehaltlich der Finanzierung 10.-12.09.2026 an der Europa-Universität Viadrina und Collegium Polonicum in Słubice

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